TPS ist die Abkürzung des Urvaters aller Produktionssysteme, des Toyota-Produktions-Systems. Alle heute eingesetzten Produktions-Systeme leiten sich vom TPS ab bzw. bauen darauf auf. Bei Bosch heißt es BPS, bei Knorr-Bremse KPS, bei BMW wird es WPS genannt (vielleicht, weil das B schon belegt war?) usw. Alle großen OEMs und auch viele Zulieferer haben sich intensiv mit diesen Grundgedanken beschäftigt und ganze Stäbe eingesetzt, die das TPS auf ihre jeweiligen Umstände adaptieren sollten. Das ist in vielen Fällen auch gelungen.
Aber bei der gesamthaften Umsetzung, täglich und überall in allen Prozessen tut man sich doch noch schwer. Die Akeptanz in allen Hierarchieebenen und allen Abteilungen ist nicht immer gegeben.
Bestimmte Umfänge sind auch einem deutschen Controller schwer zu vermitteln. Nach der normalen Berechnungsmethode sind sie vielleicht sogar teurer als die alten überlieferten Prozess-Schritte. Es ist aber auch schwer zu berechnen, wieviel Euro gespart werden können, wenn z.B. nur die Durchlaufzeit verkürzt werden kann.
Aber: so darf man nicht denken! Ein System ist nur dann ein System, wenn es voll umfänglich realisiert wurde und nicht nur hier ein Stückchen und dort ein Stückchen.
Und das hat Toyota vorbildlich gschafft. Vom kleinsten Mitarbeiter bis zum obersten Untenehmensleiter denken und handeln alle nach den Grundgedanken des TPS.
